Das Fach Japanisch gehört zusammen mit Englisch, Französisch, Spanisch und Latein zur Fachschaft Fremdsprachen. Im Japanischunterricht werden die klassischen Denkweisen der asiatischen Kulturen vermittelt, aber auch die Grundlagen von Grammatik und Sprache. Philosophie und Geschichte spielen genauso eine Rolle wie aktuelle politische Entwicklungen.

Wir begleiten unsere Schüler beim Erwerb des JLPT-Zertifikats (Japanese Language Proficiency Test). Dieser Test ist eine weltweit anerkannte Prüfung, die am gleichen Tag in verschiedenen Ländern in der ganzen Welt stattfindet. Wer besteht, bekommt ein Zertifikat, das den jeweiligen Kenntnisstand in der japanischen Sprache bescheinigt und bei Bewerbungen dem Abiturzeugnis beigefügt werden kann.

JLPT 1 12-2012
JLPT am 2.12.2012 in Stuttgart

 

Gründe für das Japanischlernen

Japanisch ist ein besonderes Angebot unserer Schule

Unsere Schule ist die Wiege des Japanischunterrichts: das von uns entwickelte Lehrbuch „ Japanisch für junge Leute“, das bislang in vielen deutschen Schulen das Grundlagenwerk des Japanischunterrichts war, ist leider nicht mehr erhältlich. Es wird durch das ebenfalls an unserer Schule geschaffene Lehrbuch „Sushi und Saumagen“ ersetzt. Viele Ehemalige blicken mit großer Zufriedenheit auf den Japanischunterricht am Weierhof und relativ viele beschäftigen sich zum Beispiel im Studium weiterhin mit der Sprache. Eine gute Japanischnote im Abiturzeugnis verbessert die Chancen in Studium und Beruf, gerade weil es eine Besonderheit darstellt.

Die japanische Sprache

Die Aussprache ist einfach, kaum schwerer als zum Beispiel Spanisch oder Italienisch. Es gibt nicht viele verschiedene Formen zu lernen, fast alle Verben sind regelmäßig. Es gibt keinen Artikel, keine Fälle und nur eine Verbform für alle Personen. Das alles ist für den Lernenden eine große Entlastung.

Allerdings gibt es auch einige Herausforderungen: Die Satzstruktur im Japanischen ist anders und erfordert viel Flexibilität vom Lernenden. Es gibt 3 Schriftarten: die beiden Silbenalphabete Hiragana (46 Zeichen) und Katakana (46 Zeichen) werden durch chinesische Schriftzeichen ergänzt. Hiervon werden pro Schuljahr 50 erlernt. Der durchschnittliche Japaner beherrscht nach der Schule etwa 2000 davon. Es gibt verschiedene Höflichkeitsebenen, die sich in der Sprache widerspiegeln. Gerade diese Herausforderungen machen den Japanischunterricht motivierend und spannend. Das sichere Beherrschen der Schriftzeichen ist die unabdingbare Grundlage für ein erfolgreiches Bewältigen des Oberstufenunterrichts. Zudem wird mit dem Kanji-Lernen auch das abstrakte Denken gefördert.

Der Japanischunterricht

Für den Japanischunterricht werden realistische Ziele gesetzt: 200 bis 300 Schriftzeichen, Hiragana, Katakana, Grundwortschatz, die Fähigkeit sich über Alltagsthemen zu unterhalten, einfache Straßenschilder zu lesen, sich im Land zurechtzufinden. Eine Zeitung zu lesen, einer Nachrichtensendung im Fernsehen zu folgen oder einen literarischen Text in seiner Vielfalt zu analysieren gehört nicht dazu. Die Schülerinnen und Schüler werden gefordert, aber nicht überfordert. Vieles wird auf spielerische Art eingeführt und geübt. Viele Aspekte der Sprache und der japanischen Kultur werden mit Videos und Dias veranschaulicht: die umfassende Sammlung von Materialien wird kontinuierlich erweitert. Neben dem Unterricht selbst werden verschiedene Aktivitäten angeboten: japanisch Kochen (und mit Stäbchen essen), Teezeremonie, Kalligraphie, Vorträge von Gastreferenten.

Das Austauschprogramm

Jedes Jahr besuchen uns Schüler aus unserer Partnerschule in Hanamaki. Diese Gruppe besucht während ihres einwöchigen Aufenthaltes in den Gastfamilien den Unterricht und erkundet mit den Gastgebern „das ferne“ Deutschland. Der Gegenbesuch findet im zweijährigen Rhythmus statt.

mehr Informationen über den Japanaustausch am Weierhof

 

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